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02.07.2014 12:17

„Trinkt Bier – das erhält Gesundheit und Arbeitsplätze“

Neunfacher Weizenbieranstich in Bräunlingen – Ehrengast ist Braumeisterin in Ordenstracht

Von Braumeister zu Braumeisterin: Fritz Kalb und Schwester Doris im Gespräch

Schwester Doris (Kloster Mallersdorf, Niederbayern) macht beim gemeinsamen Weizenbieranstich der Brauer mit Leib und Seele kein Geheimnis daraus, was sie von den politischen Reglementierungen des Bierbrauens hält. „Man kann nicht alle Biertrinker als Trinker abstempeln. Das richtige Maß ist entscheidend.“

Traditionell feiern die Brauer mit Leib und Seele – eine Kooperation aus neun inhabergeführten, baden-württembergischen Familienbrauereien – den Auftakt des Sommers mit einem großen gemeinsamen Weizenbieranstich. Heuer war die BräunlingerLöwenbräu (Schwarzwald-Baar-Kreis) Gastgeber, alle anderen Braumeister stellen ihre Weizenbiere ebenfalls vor. Zu verkosten gab es zwei Badische und sieben Schwäbische Bierspezialitäten, deren Geschmacksvielfalt von fruchtigem Bananengeschmack bis Karamell reichte. Die Gäste nahmen die Verkostung dankend an und konnten sich von der Vielfalt handwerklicher Braukunst überzeugen.

Die Ehrengäste verliehen der Veranstaltung gleichermaßen göttlichen Beistand und königlichen Glanz. Die drei Hopfenhoheiten aus Tettnang, Hopfenkönigin Jutta sowie die beiden Hopfenprinzessinnen Franziska und Petra erzählten von ihren Aufgaben in diesem besonderen Amt und überreichten den Brauern mit Leib und Seele als Dankeschön für die Einladung eine frisch gedruckte Broschüre mit Geschichten rund um Hopfi, den aufgeweckten Markenbotschafter Tettnangs und seinen Hopfenbauern.

Für einen bierige Frauenpower sorgte Schwester Doris von der Kongregation der Armen Franziskanerinnen in Mallersdorf. „Eine Frau als Braumeisterin und noch dazu eine Nonne, das ist heute vielleicht schon im doppelten Sinne etwas besonders, aber ich selber bin gar nicht so besonders“, wehrt die Ordensschwester ab. Bierbrauen sei ein uraltes Handwerk, das in früheren Zeiten zu den Aufgaben der Frauen gehörte, „und in der Tradition stehe ich.“

Sie bedauere, dass es immer mehr Bierkonzerne aus dem Ausland gäbe, die kleine deutsche Brauereien übernehmen. „Ich kann mir doch von einem ausländischen Konzern vorschreiben lassen, welches Bier mir zu schmecken hat!“ Deshalb, so ihr augenzwinkernder wie eindringlicher Apell die Gäste: „Trinken und genießen Sie das Bier ihrer Heimat. Es passt am besten zu den regionalen Speisen, schmeckt viel individueller als alle anderen Einheitsbiere der großen Brauereien, ist gesund und vor allem, es erhält die Arbeitsplätze der Landwirte und der Brauereien in Ihrer Region.“ Und damit sprach sie natürlich auch die anwesenden Brauer aus der Seele.

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