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28.08.2013 13:51

Hopfen im Visier der Genießer

Kurzinterview Martin Schimpf, Kronenbrauerei Remmingsheim, jüngster Bier-Sommelier aus Baden-Württemberg

Portrait von Martin Schimpf

Die Fähigkeit des Hopfens für die feinen Aromen im Bier zu sorgen, rückt die altehrwürdige Kulturpflanze in den Fokus moderner Genießer. Wie, wann im Brauvorgang und mit welchen Sorten gehopft wird – das ist das Entscheidende, wenn es um die feinen Aromen im Bier geht.

Martin Schimpf von der Kronenbrauerei Remmingsheim ist der jüngste Bier-Sommelier in Baden-Württemberg. Seiner Meinung nach gibt es Bier-Trends aber keine Mode-Biere.

Gibt es Mode-Biere?
Martin Schimpf:
Nicht wirklich. Es gibt aus meiner Sicht einen Trend, mehr Biere mit höherem Hopfenaroma zu brauen, auch Spezialbiere mit starken Hopfengaben.  Aber von Mode-Bieren kann man da nicht sprechen.

Und Mode-Hopfen? Gibt es da neue Sorten, die sich im Markt breit machen?
Nein, nicht bei uns. Wir in Baden-Württemberg setzen auf Qualität und auf Aromahopfen.

Welche Hopfensorten setzt die Kronenbrauerei denn ein?
Qualitätshopfen aus Tettnang, und nur aus Tettnang. Für unser Pils zum Beispiel nehmen wir Sorten mit leichtem Citrusfruchtaroma wie Saphir und Selekt. Das entspricht auch den Grundsätzen der Brauer mit Leib und Seele, die ihre Rohstoffe zu hundert Prozent aus der Region beziehen, erzeugt von engagierten Landwirten.

Warum nur Tettnanger Aromahopfen?
Weil dort das Klima und der Boden optimal für hohe Hopfenqualität ist – das ist etwas, das uns sehr wichtig ist. Es gibt genügend Sorten zur Auswahl, um Spezialbiere zu brauen. W        ir wissen, woher das Produkt kommt, können uns auf die Angaben der Inhaltsstoffe verlassen und arbeiten schon seit Jahrzehnten problemlos mit den Hopfenpflanzern in Tettnang Hand in Hand. Außerdem bin ich sehr für kurze Wege. Und: So ist auch noch ein Stück Heimat im Bier.

Kann man Heimat denn schmecken?
Vielleicht nur, wenn man aus der gleichen Region ist. Vielleicht auch nicht. Sicher ist, dass höhere und feinere Hopfenaromen im Bier immer mehr Genießer locken und regionale Produkte für viele Biertrinker einen immer höheren Stellenwert  bekommen. Und die sind Vorreiter und bis zu einem gewissen Grad auch Trendsetter: Heute ist es ein Bier, das Genießer schätzen, morgen trinken es alle gern.

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