Kooperations-
partner:
MBW
Presse > Aktuelles > Nachrichten

08.04.2015 11:40

Genuss erfahren

Wissenswertes rund ums Bier auf dem Marktplatz Brauereihandwerk

Vielfältiger Genuss

Marktplätze waren und sind die Orte, wo sich Menschen austauschen. Diesen Gedanken haben die Aussteller des „Marktplatz Brauereihandwerk“ bei der Stuttgarter „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ (9. – 12. April)  wörtlich genommen und für interessierte Messebesucher kurze Vorträge rund um Bierhandwerk und Brautradition zusammengestellt.Während der vier Messetage gibt es sieben Präsentationen zu unterschiedlichen Facetten rund um handwerklichen Biergenuss.

Den Auftakt macht am 9. April um 18:00 Uhr Christian Wunderlich, Braumeister, Wirtschaftsingenieur und Biersommelier der Herbsthäuser Brauerei Wunderlich KG (Bad Mergentheim) mit seinem Vortrag zur urbayerischen Spezialität Bockbier und seiner Geschichte. Die bayerische Spezialität mit der milden Bittere und dem starken Malzcharakter geht aus dem niedersächsischen Einbeck-Bier des 16. Jahrhunderts hervor. Dieses wohl obergärig gebraute Bier war zu jener Zeit ein beliebtes Importbier der bayerischen Herzöge. Die entschieden schließlich, das norddeutsche Bier selbst zu brauen. Die Münchner Bürgersleute verballhornten bald den Namen dieses „Ainpöckisch Bier“ zu „Ainpöck“ und schließlich zu „Ein Bock“.

„Wer von Bier spricht, muss über Geschichte reden!“, sagt Klaus Wunderlich (Braumeister, Herbsthäuser Brauerei Wunderlich KG, Bad Mergentheim). Er erzählt am 10. April (14:00 Uhr) die spannenden Hintergründe der Braukunst, die zu den ältesten Handwerkstraditionen der Menschheit zählen. Seine Zeitreise führt zurück in das 9./10. Jahrhundert, der Blütezeit des Brauwesens in den Klöstern, zum Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516, das bis heute Grundlage für unsere Bierkultur ist, und zur Geschichte der Brauereitechnik. Zum Geschichtsspaziergang gibt es unfiltriertes Bier zur Verkostung.

Mit ca. 1300 Brauereien ist Deutschland das Land der Biere. Zwar brauen alle – Konzerne wie Familienunternehmen und Hausbrauereien – ihr Bier nach dem Reinheitsgebot von 1516, dennoch gibt es Unterschiede. Braumeister Tillmann Werner (Dachsenfranz Biermanufaktur, Zuzenhausen) stellt in seinem Vortag Industriebier vs. Handwerksbier (10. April, 16:00 Uhr) diese Unterschiede vor. Bier, das bundes- und weltweit vertrieben wird, muss dem geschmacklichen Mainstream entsprechen und lange haltbar sein. Im Gegensatz dazu setzen kleine Brauereien auf Individualität und Frische, handwerkliche Sorgfalt und die Verwendung regionaler Rohstoffe. Probieren Sie’s aus!

Martin Schimpf, Braumeister der Kronenbrauerei Alfred Schimpf GmbH (Remmingsheim) und Biersommelier, entführt am 11. April um 12.00 Uhr in die Welt der Bierherstellung. Beim Seminar „Bierkompetenz für Einsteiger“ erleben die Besucher Rohstoffe und Bier mit allen Sinnen. Die Vorprodukte des Gerstensafts und Bierwürze werden verkostet – und natürlich auch verschiedene Bierspezialitäten der „Brauer mit Leib und Seele“. Ein Erlebnis für Jung und Alt.

Bei Thosten Jauch (Braumeister, Hirsch-Brauerei Wurmlingen) dreht sich alles ums Weizenbier. Am 11. April um 14.00 Uhr dürfen sich Bierliebhaber auf eine große Auswahl an unterschiedlichsten Weizenbierspezialitäten freuen. Von Kristall-, Hefe-, Bernsteinfarbenes- oder Dunkles-, Leichtes- und Alkoholfreies-Weizen bis zu Weizenbock und Doppelbock reicht die Spanne. Die Welt der Weizenbiere ist besonders vielseitig und begeistert viele Biergenießer. Kein Wunder, schließlich  sorgen Geruchs- und Geschmackserlebnisse, die an Bananen, Zitrusfrüchte, Apfel oder auch Gewürznelken für außergewöhnlichen Genuss. Aber probieren Sie doch einfach selbst!

Das Hopfen-Geheimnis lüften am 11. April um 16:00 Uhr Karl-Heinz Maderer (Technischer Leiter und Braumeister, Neumarkter Lammsbräu) und Markus Eckert, Bio-Hopfenbauer. Die Experten informieren über Wissenswertes zur Pflanze Hopfen, über verschiedene Sorten und Aromen, über den Anbau, die Unterschiede zwischen konventionellem und Bio-Hopfen und natürlich über die Verwendungsmöglichkeiten beim Bierbrauen. Zum Seminar gehört eine Verkostung verschiedener Spezialitäten, um die Wirkung des Hopfens im Bier selbst zu erschmecken.

Am 12. April hat um 12.00 Uhr ein reizvolles Paar seinen Auftritt: Käse und Bier. Johannes Stolz (Brauerei Stolz, Isny) nimmt die Vortragsteilnehmer mit auf eine Verkostungsreise durch das Allgäu. 100 verschiedene Käsesorten und 30 verschiedene Biersorten werden im Allgäu produziert. Jede Sorte für sich ist als Solist ein Genuss. Als Duo sind sie jedoch unschlagbar. Käse und Bier harmonieren in ihren verschiedenen geschmacklichen Ausprägungen sehr oft geradezu perfekt miteinander. Im Seminar werden verschiedene Kombinationen aus Käse und Bier verkostet. Dieses reizvolles Paar macht sich auf, Biergenießer zur erobern.

Von Export bis Stout. Für welches Bier soll sich die durstige Kehle angesichts der Vielfalt entscheiden? André Luis Martins Pinto gibt einen Einblick in die phantastische Welt der Aromen und Geschmäcker handwerklich gebrauter Biere. Die Seminarteilnehmer den brasilianischen Dipl. Chemiker und Braumeister der Löwenbrauerei Bräunlingen am 12. April um 16:00 Uhr auf einer äußerst geschmackvollen Reise durch die Welt der wahren Biere. Er weiß wie Biere vom Schwarzwald bis nach Rio de Janeiro schmecken und teilt dieses Wissen gerne mit Bierkennern: ein Festival der  Sinne und des persönlichen Geschmacks.

Zurück