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15.05.2006 00:00

Wenn Geschichte lebendig wird - Dachsenfranzfest in Zuzenhausen

Der Namenspatron der Zuzenhausener Bierspezialitäten hieß mit richtigen Namen Francesco Regali. Er wurde 1840 in Mailand geboren und  nahm als junger Bursche 1866 am Krieg des italienischen Freiheitskämpfers Garribaldi teil. Nachdem er einen despotischen Vorgesetzten niederstreckte, musste Francesco fliehen. Seine jahrelange Flucht führte den Dachsenfranz, wie er später genannt wurde bis in die Wälder des Kraichgaus, des vorderen Odenwalds und an die Bergstraße. Er lebte mit zwei Hunden im Wald in selbstgebauten Erdhöhlen, die er mit Fellen auslegte.Der Dachsenfranz war ein Meister im Fallenstellen, doch fing er ausschließlich Raubwild wie Füchse, Marder, Dachse und Wildkatzen. Deshalb wurde er von den Jägern gern gesehen. Natürlich ranken sich viele Geschichten und Legenden um die kauzige Geselle mit dem wallenden weißen Rauschebart. Brauereichef und Dachsenfranz-Experte Wilhelm Werner lüftete bei diesem Fest eine neue Seite der skurrilen Persönlichkeit: es heißt, die "Weiberleut" seien von seinen funkelnden Augen beeindruckt sehr gewesen; und dass dies so war, dafür sprechen einige Überieferungen. Zum diesjährigen Dachsenfranzfest hat Dichterin Marlies Echner-Klingmann dem Liebschaften des Francesco Regali ein amüsantes Denkmal gesetzt: das Theaterstück "Der Dachsenfranz isch wieder im Land" erzählt vom Liebesleben des sagenumwobenen Italieners und zeigt mit einem zwinkernden Auge, wie gutgläubig anscheinend doch die Männer des Ortes waren, wenn die Frauen sich wieder mal zu neugierig um den Dachsenfranz kümmerten...Neugierig geworden? Mehr zum Dachsenfranz gibt's unter: http://www.dachsenfranz.de/

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