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19.03.2009 00:00

Qualitätszirkel Braumeister: Know-how im Brauprozess

Am 6. und 7. März stand die Brauerei Stolz in Isny ganz im Zeichen des Workshops „Qualitätszirkel Braumeister“. 14 Teilnehmer aus den neun Familienbrauereien der Brauer mit Leib und Seele hatten sich für zwei Tage zu einem Erfahrungsaustausch in Sachen Bierherstellung getroffen. Am Freitag, den 6. März widmeten sich die Braumeister zunächst der Frage, wie in einem Brauereibetrieb Kosten eingespart werden können, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebes zu verbessern. Anschließend wurde über das so genannte Gushing diskutiert. Drittes großes Thema des Tages war Hopfen. Bruno Winkelmann (Simon H. Steiner Hopfen GmbH; Mainburg) referierte über die Marktsituation des Hopfens im globalen Markt und erläuterte den Stand der Kontrahierung. Im Anschluss erläuterte Willi Mitter (Simon H. Steiner Hopfen GmbH; Mainburg) den Zuhörern, die unterschiedlichen Geschmacksprofile verschiedener Hopfensorten und berichtete über Verkostungen aus seinem Unternehmen. Am Ende des ersten Workshop-Tages stand das Thema „Sensorik“ auf dem Programm. Die Teilnehmer verkosteten die Teilnehmer die Sorten Export, Pils und Hefeweizen aus den verschiedenen Brauereien und diskutierten die geschmacklichen Unterschiede und Besonderheiten die einzelnen der einzelnen Biere. Der zweite Tag stand im Zeichen der „Energie“ und erläuterte anhand des Praxisbeispiels der Brauerei C. Härle, Leutkirch, wie Wärmeversorgung mit Holz in Brauereien funktionieren kann. Zunächst stellte Franz Jost (Schmid Holzfeuerungen, Filderstadt) die Theorie der Holzfeuerung und Rahmenbedingungen für einen optimalen Verbrennungsprozess ohne Glanzruß und Metallschlacken vor. Nach all den theoretischen Erläuterungen besichtigten die Braumeister zum Abschluss der Veranstaltung Hackschnitzelanlage der Brauerei Härle in Leutkirch. „Der Qualitätszirkel Braumeister ist eine wichtige Plattform, um mit Kollegen Erfahrungen zu neuesten Techniken im Brauprozess zu diskutieren“, so Gastgeber Hans Stolz. „Natürlich ist und bleibt das Bierbrauen eine handwerkliche Kunst, doch gibt es immer wieder technische Errungenschaften und Erkenntnisse, die es uns ermöglichen, unsere Biere noch besser zu machen. Schon allein das Wissen um die Geschmackskomponenten einzelner Hopfensorten ist ein wichtiger Baustein, wenn es daraum geht, eine neue Bierspezialität zu kreieren oder zu verfeinern. Für mich ist der Qualitätszirkel Braumeister deshalb ein fester Termin in meinem Kalender.“ Anmerkung der Redaktion:Gushing (engl. To gush = strömen, schwallen, schießen) bezeichnet das spontane und starke Überschäumen, das selbst bei sachgerechter Lagerung (kein Schütteln, kühle Temperatur) beim Öffnen einer Bierflasche gelegentlich entstehen kann. Die Ursachen für dieses Phänomen sind bislang nicht eindeutig erforscht. Nach heutigem Stand der Erkenntnis handelt es sich um ein Naturphänomen, das seine Ursache in der Braugerste hat. Das Bier ist jedoch in Qualität und Geschmack einwandfrei und kann ohne Bedenken genossen werden.

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